Zwanzig Zwanzig Kreismusikfest Mietingen

Nächste Termine

Sa, 24. Dez 13:00 - 16:00 Uhr
Weihnachtsspielen
Sa, 7. Jan 19:00 - 20:00 Uhr
Generalversammlung

“Mörtel Boys” spielen “Atemlos” auf der Betonmischmaschine

Am vergangenen Samstag hieß es in Mietingen wieder „Narri, narro – bei uns do isch’s halt so“. Mehr als zahlreich strömten die bunt maskierten Närrinnen und Narren in die Mietinger Narrhalla und gaben ein grandioses Publikum ab. Sie erlebten dort ein unterhaltsames, buntes Fasnetsprogramm, das mit Witz, Tanz sowie Live-Gesang und wieder mit einer großartigen Büttenrede gespickt war.

Mit dem obligatorischen, kräftigen Schlag in die große Trommel fiel am Samstag kurz nach halb acht der Startschuss zur großen Mietinger Prunksitzung. Gemeinsam mit der Hofkapelle, dieses Jahr erstmals unter der Leitung von Kapellmeisterin Corinna Grismar, zogen der Narrenpräsident Günne I. mit samt seinem Elferrat in die bis auf den letzten Platz gefüllte Mietinger Narrhalla ein.

Gute Tradition ist es in Mietingen, dass zu Beginn der Prunksitzung der Schultes die Schlüsselgewalt an das närrische Volk abgibt. In diesem Jahr bettelte Bürgermeister Robert Hochdorfer in witziger Manier förmlich ,um seine Ablösung durch Präsident Günne und seinem Elferrat. Gekonnt und mit Witz bat er zudem beim närrischen Volk um dessen Mitleid für die „armen“ Gemeindediener, welches dies mit einem lautstarken zustimmenden „Oahhhhhh“ billigten. Mit einem Schluck aus dem Narrenpokal bedankte sich Präsident Günne I. beim Mietinger Obmann und nahm desen Schlüssel in Empfang.

Im Anschluss daran zeigten die neun Damen des Mietinger Hofballetts, was sie in monatelangen Proben, unter der Leitung von Bärbel Kammerer, einstudiert hatten. Zu den Klängen des „Radetzky-Marschs“, gespielt von der hauseigenen Hofkapelle, legten Daniela Ackermann, Marion Birk, Theresa Dobler, Verena Kohn, Carina Riegger, Nicole Schick, Anita Schuhmacher, Anna Wilhelm und Sylvia Wolfmaier einen gekonnten Tanz aufs Parkett. Nach einer kleinen Verschnaufpause und einem kräftigen Schluck aus dem Narrenpokal gaben die jungen Damen noch eine gelungene Zugabe. Dabei wurden sie während des Tanzes plötzlich von fünf Männern unterstützt und bestens begleitet. Sebastian Berg, Peter Bogenrieder, Heiko Graf, Ralf Hofmann und Dietmar Jerg sorgten zusammen mit den Hofballettdamen für heitere Stimmung und heimsten tosenden Applaus vom begeisterten Publikum für deren Darbietung ein.

Dananch betraten die beiden Putzfrauen Doris und Gisela die Bühne. Dass sie ganz schön wählerrisch bei der Männerwahl sind, stellte sich gleich zu Beginn, aber auch im weiteren Verlauf, ihrer Unterhaltung heraus. Mit Wortgewandheit und musikalischen Einlagen brachten die beiden Darsteller Sandra Glenzinger und Josef Braun ihre Auffassung von Männern dem närrischen Volk näher.

Sportlich stieg dieses Jahr Herbert Denzel in die Bütt. Als Sponsorenläufter Hanne präsentierte er den gespannt lauschenden Närrinnen und Narren wieder in seiner unnachahmlichen Art kleine Missgeschicke, verschiedene kuriose Aktivitäten manch braver Bürgerinnen und Bürger aber auch kleine, feine kritische Seitenhiebe in Richtung Politik. So konnte er unter anderem von einem Autodiebstahl berichten, der am Ende doch gar keiner war sowie von ungebetenen Haus- bzw. Hosenbesetzern oder auch von fürsorlichen Bürgern, die für die Sauberkeit im Ort „Balast“ auf sich nehmen und diesen durch ganz Mietingen tragen. Auf witzige aber doch charmante Weise bemängelte er zudem die „Verschlossenheit“ der Mietinger Verwaltung und mahnte ein Umdenken im Bereich Dienstleistung an, welches vom Publikum durch kräftigen Beifall bestätigt wurde. Zum Abschluss seiner Ausführungen erhoben sich die Närrinnen und Narren vor Herbert Denzel von ihren Plätzen und bedankten sich somit bei ihm für die wieder einmal bestens unterhaltende und perfekt vorgetragene Büttenrede.

Dass Leitern, Werkzeugkisten, Leitungsrohre, Wasserschläuche und Betonmischmaschinen auch als Instrumente sehr gut zu gebrauchen sind, bewiesen „Jupp ond sei Scholungstrupp“ im Anschluss. Monatelang arbeiten sie nun schon am Bau des neuen Mietinger Regenüberlaufbeckens und kein Erfolg ist in Sicht. Tag ein Tag aus der gleiche Trott. Doch dann die zündende Idee. Mit den verschiedenen Baustellenuntensilien lässt sich wunderbar Musik machen und dies stellten die fünf Bauarbeiter bestens unter Beweis. Live „performte“ dabei die neue „Boyband“ the Mörtel Boys so bekannte Hits wie „Rock mi“ oder auch Helene Fischers „Atemlos“. Reichlich Applaus ernteten Ralf Hofmann, Hermann Rolser, Armin und Jochen Ruf sowie Andreas Schick für diese musikalische Glanzleistung vom närrischen Volk, das zudem eine Zugabe forderte, welcher die Akteure auch nachkamen.

Nach diesem unterhaltsamen und kurzweiligen Programm verabschiedeten sich alle Akteure gemeinsam von einem bestens gelaunten und mitreisenden Publikum und überliesen die Bühne für die Tanzkapelle „HotLine“. Mit ihrem abwechslungsreichen Repertoire unterhielt diese dann das Publikum bis in die frühen Morgenstunden und luden zum Tanz ein, dem viele tanzbegeisterte Närrinnen und Narren folgten.

Copyright